Schuldenbarometer 1.-3. Quartal 2011 Dezember 2011
 
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Geschäftsführung

Dr. Norbert Sellin

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  Zahl der Privatinsolvenzen um 1,5 Prozent rückläufig

Guten Tag,

die Zahl der Privatinsolvenzen ist in Deutschland von Januar bis September 2011 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 1,5 Prozent auf 103.118 Fälle gesunken. „Vor allem wegen der positiven Konjunkturentwicklung und der Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt hat sich die Situation bei den Privatinsolvenzen leicht entspannt“, kommentiert Dr. Norbert Sellin, Geschäftsführer der Wirtschaftsauskunftei Bürgel.

Junge Erwachsene und ältere Bundesbürger sind am stärksten bedroht

Besonders auffällig in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres sind folgende Entwicklungen:
Erstens steigen die Insolvenzfallzahlen bei den jungen Erwachsenen von 18 bis 25 Jahren gegenüber den ersten drei Quartalen 2010 um plus 3,2 Prozent, in der Altersgruppe ab 60 Jahren sogar um plus 8,6 Prozent. Ein detaillierter Blick auf die Geschlechter und das Alter zeigt zweitens, dass bei den 18- bis 25-Jährigen vor allem junge Frauen Probleme mit Überschuldung haben. In diesem Alterssegment steigen die Zahlen im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2010 um 5,8 Prozent – bei den Männern im selben Alter um lediglich 0,1 Prozent. Auch bei der Altersgruppe 60-Plus (plus 8,6 Prozent mehr Fälle) gehen drittens zunehmend mehr Privatinsolvenzen aufs Konto von Frauen – mit einem zweistelligen Zuwachs von 14 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2010. Bei den gleichaltrigen Männern rangiert die Zunahme lediglich bei plus 5,2 Prozent.

Am meisten Privatinsolvenzen in Bremen mit 227 Fällen je 100.000 Einwohner

Beim regionalen Fokus bezogen auf die Einwohnerdichte schneiden die nördlichen Bundesländer schlechter ab. Am meisten Fälle meldet Bremen mit 227 Pleiten je 100.000 Einwohner, gefolgt von Hamburg (174), Niedersachsen (164) und Schleswig-Holstein (163). Der Bundesdurchschnitt bewegt sich bei 126 Fällen je 100.000 Einwohner. Am wenigsten Privatpleiten melden Bayern und Baden-Württemberg – mit 92 bzw. 94 Fällen je 100.000 Einwohner.


 

Sinkende Fallzahlen in zwölf Bundesländern, dafür zweistellige Zunahme in Hamburg

Während zwölf Länder gegenüber dem Vergleichszeitraum 2010 rückläufige Fallzahlen messen, verzeichnet Hamburg den stärksten und einzigen zweistelligen Anstieg mit einem Plus von 11,7 Prozent. Aber auch in Nordrhein-Westfalen (plus 5,9 Prozent), Berlin (plus 5,7 Prozent) und Thüringen (plus 2,9 Prozent) spitzt sich die Schuldnersituation zu. Erfolge können hingegen vor allem Sachsen (minus 9,8 Prozent), Baden-Württemberg (minus 8,9 Prozent) und Rheinland-Pfalz (minus 6,3 Prozent) für sich verbuchen.


Die kompletten Ergebnisse der Studie "Schuldenbarometer 1.-3. Quartal 2011" finden Sie auf unserer Homepage www.buergel.de zum Download.
 

 
Viele Grüße,

 

Dr. Norbert Sellin